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Super Tipp! Kribbeln im Bauch Take Off

Alle Rechte für sämtliche Texte und Fotos unter www.surfnsoul.com und www.wellen.de liegen bei Martin Zawilla. Alle Texte und Fotos dürfen ausschließlich für Veröffentlichungen verwendet werden, die auf jeder Seite deutlich sichtbar mindestens folgenden Link bzw. bei Printmedien folgenden Hinweis enthalten:
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Natürlich bringt die Ausübung des Wellenreitensreitens gewisse Risiken mit sich, aber wie bei jeder Abenteuersportart kommt es vor allem darauf an, dass das eigene Können und die körperliche Fitness im richtigen Verhältnis zur Schwierigkeit der jeweiligen Situation stehen. Dazu ist es notwendig, beides richtig einschätzen zu können. Gelingt das, stellt sich die berechtigte Frage, ob es nicht wahrscheinlicher ist, beim Schachspielen einen Bandscheibenvorfall oder Herzinfarkt zu bekommen als sich beim Wellenreiten zu verletzen.

Das entsprechende Wissen und die notwenigen Sicherheitsregeln kann man sich zwar anlesen, nicht aber die Fähigkeit, die reale Situation im Meer richtig einzuschätzen. Und gerade hier sollte man als EinsteigerIn auf die Unterstützung eines erfahrenen Surflehrers nicht verzichten.


Was Du schon vor dem Urlaub tun kannst ...

Um im Urlaub von Anfang an mehr Spaß und um mehr Sicherheitsreserven zu haben ist es sinnvoll, sich vor dem Surfurlaub körperlich fit zu machen, z.B. durch Schwimmen (noch besser: Paddeln auf dem Surfboard), Tauchen und Skateboard fahren.

Neue Spots sind aufregend, aber . . .

An einem neuen Spot zuerst Informationen einholen bzw. eigene Beobachtungen anstellen über

  • Uferformation und Beschaffenheit des Untergrundes
  • Felsen oder Korallen
  • Sandbänke und Strömungsgräben (Priele)
  • Richtung und Stärke möglicher Strömungen
  • Gezeiteneinflüsse auf den Spot
  • Sonstige Gefahren
  • Rettungsschwimmerposten bzw. Notruf

Niemals dort surfen, wo Du ohne Board nicht zurückkommst, denn die Leash kann abreißen !!!

Bevor es los geht . . .

Auch an einem bekannten Spot solltest Du immer zuerst das Meer und die Wellen beobachten sowie Deine Verfassung und Deine Ausrüstung prüfen:

  • Gibt es Strömungen?
  • Wie sind Wellenhöhe und Wellenbrechung?
  • Wie kommen die Sets? Wie lang sind die Pausen?
  • Was machen die anderen SurferInnen?
  • Gibt es Dumping Shorebreak (hohle direkt auf den Sand brechende Welle)?

 

  • Ist die Leash unbeschädigt?
  • Sitzen die Finnen fest oder gibt es Risse an der Basis?
  • Ist das Board gewachst?
  • Hast Du für ausreichenden Sonnen- und Kälteschutz gesorgt?

 

  • Bist Du psychisch und körperlich in guter Verfassung?
  • Fühlst Du Dich fit?
  • Entsprechen Deine Kondition und Dein Fahrkönnen den Bedingungen im Meer?

Endlich ins Wasser . . .

  • Surfe niemals unbeobachtet!
  • Gehe bei gefährlichen Bedingungen nicht allein ins Wasser!
  • Trage Dein Board seitlich, halte es nie zwischen Körper und Welle!

Wo ist die Welle ? Beim Warten auf Wellen . . .

  • Behalte die Wellen immer im Auge!
  • Schaue häufig zum Land, um zu sehen, ob du abgetrieben wirst.
  • Setzt dich auf dein Board, wenn du nicht surfst oder paddelst. So siehst Du die Wellen früher, du wirst von anderen besser gesehen und du kannst im Sitzen schneller drehen.

Yipeah! Ich hab' eine ...

  • Vor dem Start und beim Surfen unbedingt in Fahrtrichtung und zu allen Seiten schauen!
  • Wenn sich andere SurferInnen bzw. SchwimmerInnen in Fahrtrichtung befinden, nicht starten bzw. sofort einen Notstop machen!
  • Immer die Vorfahrtsregeln beachten!
  • Bist Du durch eine Welle oder andere SurferInnen in Gefahr, möglichst tief abtauchen. Dabei unbedingt die Leash kurzhalten, um andere nicht zu gefährden!

Auch Stürzen will gelernt sein . . .

  • Wenn du beim Paddeln stürzt, halte das Board kräftig an den Rails fest. Das ist die sicherste Methode, um Zusammenstöße mit dem Board zu vermeiden.
  • Solltest du das mal vergessen, unbedingt sofort den Kopf mit den Armen schützen und tief abtauchen bis du einen Zug an der Leash spürst. Danach langsam und orientiert auftauchen. An der Oberfläche zuerst in Richtung Meer schauen. Sollte sich dein Board zwischen dir und der nächsten Welle befinden, erneut abtauchen (weiter s.o.). Wenn alles klar ist, das Board so früh wie möglich wieder unter Kontrolle bringen.
  • Wenn du im Stehen fällst, möglichst weit zur Seite vom Board springen, unbedingt sofort den Kopf mit den Armen schützen und tief abtauchen bis du einen Zug an der Leash spürst. Danach langsam und orientiert auftauchen. An der Oberfläche zuerst in Richtung Meer schauen. Sollte sich dein Board zwischen dir und der nächsten Welle befinden, erneut abtauchen (weiter s.o.). Wenn alles klar ist, das Board so früh wie möglich wieder unter Kontrolle bringen.

Zurück an Land . . .

  • Rechtzeitig vor dem Ufer vom Board absteigen (Notstop oder seitlich absteigen), dabei das Board gut festhalten.
  • Bei Shorebreak (hohle direkt aufs Ufer brechende Welle): Frühzeitig vom Board absteigen, neben dem Board im Wasser schwimmen, gut festhalten und ständig die Wellen beobachten. Von kleineren Wellen zum Ufer ziehen lassen. Bei hohen Wellen das Tail tief ins Wasser drücken. Sobald möglich, mit den Füßen Bodenkontakt suchen. Bei ausreichendem Bodenkontakt dem Sog standhalten. Kurz bevor die nächste Welle bricht, ist er am geringsten. Dann schnell aus dem Wasser rennen (dabei Wellen beobachten). Leash greifen, Augen auswischen etc. erst im Trockenen!

Kommt es doch einmal zu einer Notsituation . . .

  • Niemals das Board verlassen - Ruhe bewahren - mit den Kräften haushalten!
  • Bei Problemen mit der Strömung im rechten Winkel zur Strömung paddeln und versuchen, eine Sandbank (Brechungszone) zu erreichen. Versuche niemals gegen die Strömung anzupaddeln! Wenn Du Dir nicht sicher bist, setze Dich eine Zeitlang auf das Board und peile zwei hintereinanderliegende Punkte an Land an - so kannst Du herausfinden in welche Richtung Du treibst.
  • Wenn du Hilfe brauchst, einen Arm nach oben strecken (Notzeichen).

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Martin Zawilla

Diplom-Sportwissenschaftler

Wellenreitlehrer mit Lizenz des Deutschen Wellenreitverbands

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Email an Martin Zawilla


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